
Martin Schupp in "Traversée à François - light" 7A+ Foto: W. Antz
St- George ist für die Lausanner Boulderer das, was das Lindental für die Berner Boulderer ist: Das Gebiet für den Abend, um sich schnell nach Feierabend noch "dicke Arme" zu holen. Der überhängende Felsriegel beherbergt einige extrem schwere Sportkletterrouten und eine vielzahl von Straight up`s und Bouldertraversen am Wandfuss. Speziell bei den Traversen wurde die Messlatte bzw. die Länge der Traversen regelmässig getopt. François Nicole, Fred Rouhling und vor allem Reto Hartmann steigerten die Längen der Traversen in einem "internem Wettstreit" zu fast schon absurden Kombinationen...
Interessant ist das Gebiet besonders für Boulderer, welche speziell bei schlechtem Wetter oder im Winter nicht in die Kletterhalle möchten. Besonders im Winter findet man an diesem sonnigen Felsriegel oft beste Verhältnisse.

Anfahrt ÖV:
Mit der Bahn über Lausanne bis nach Rolle. Von hier mit dem Bus bis nach "St- George, village" (Fahrzeit ab Rolle 27 Minuten). Von der Haltestelle folgt man der Strasse Richtung Gimel leicht bergab bis zur Werkstatt.
Hier direkt zum Online - Fahrplan der SBB.
Anfahrt Auto:
Auf der Autobahn Lausanne - Genf bis zur Ausfahrt "Aubonne" (Aus der Gegenrichtung Ausfahrt "Rolle"). Nun immer den Schildern folgen bis nach Gimmel und weiter Richtung St- George. Kurz vor St- George befindet sich in einer markanten Linkskurve eine Werkstatt. Hier darf an der Seite geparkt werden.
Lage:
Schweizer Landeskarte 1:25000: Blatt 1241 Marchairuz
Koordinaten: 510 000 / 152 500
Zustieg:
Vom Parkplatz an der Werkstatt vorbei zu der schon gut sichtbaren Wand. Vom
Parkplatz 2 Minuten.
Klima:
Südwestseitig exponierte Wand. Im
Winter und den Frühlingsmonaten sehr sonnig. Im Sommer erst am späten Nachmittag schattig. Viele Wandbereiche bleiben auch bei Regen trocken, wenn das Wasser aber nach sehr starken Regenfällen oder Tauwetter von innen aus der Wand herausdrückt, bleiben dann einige Wandteile aber auch länger Nass.
Charakter der Kletterei:
Meist senkrechte bis
leicht überhängende Wandkletterei an Leisten und Löchern im linken und mittleren Wandteil. Im rechten Wandteil dominiert sehr athletische Boulderei an teils riesigen Griffen.
Bodenbereich:
Ebener Waldboden und grösstenteils sehr gutes Absprunggelände.
Kinder:
Für Kleinkinder geeignet, allerdings ist
der Zustieg nicht Kinderwagentauglich und der Bodenbereich extrem staubig.
Besonderes:
Es sind einige Matrazen sowie eine Leiter zum "auschecken" vorhanden.
Vor dem Bouldern gut die Schuhe reinigen, damit die Einstiegstritte nicht noch mehr leiden!
Es existieren auch etliche sehr schwere Sportkletterrouten.
Einige Boulder untd Traversen sind definiert.

SD unterhalb der treppenartigen Struktur. Über ein markantes Sloperloch gerade hoch. Endet bei den grossen Griffen.
SD knapp rechts von 1. an zwei Zangengriffen unterhalb des kleinen Daches. Mit "angelegten" Ellenbogen gerade hoch. Endet an den Slopern am diagonalen Riss.
Wie 2. Allerdings oben mit Rechtsschleife über die rechten guten Griffe von "Finger prints".
Stehstart an markanten Zweifingerloch mit Links und kleinem Horn mit rechter Hand. Erst gerade hoch, dann schräg nach links zum diagonalen Riss. Endet an den Slopern bei diesem.
SD an der markanten Kante mit der rechten Hand. Gerade hoch. Endet an dem gelben "Knubbel" in der Mulde.
SD direkt unter dem Dach an grossem kantigen Seituntergriff. Tiefe Traverse (ohne den horizontalen oberen Schlitz) nach links und über "Finger prints" aussteigen.

SD wie 6. Gerade hoch. Endet am grossen Untergriff.
Sehr lohnender Boulder, allerdings recht hoch.
Stehstart an markantem backsteinartigen "Knubbel". Mit recht guten Griffen, aber weiten Zügen schräg rechts hoch zum Ausstiegsgriff von 10.
SD an abgespeckter Sloperzange mit Links und Loch mit Rechts. Gerade hoch zu "L`enflure".
Sehr schöner Lochboulder.
SD an grossem Seitgriff in Falllinie des Bohrhakens mit Schlinge. Über immer besser werdende Löcher gerade hoch. Der grosse Ausstiegsgriff befindet sich knapp über dem Bohrhaken.

Start in der Hocke an Löchern. Schräg rechts hoch zum grossen gelben Ausbruch.
Start in der Hocke links unterhalb des Abschlussgriffes von "Frais". Über recht gute Leisten hoch zu diesem.
Start in der Hocke im Winkel unterhalb des Holzschildes. Etwas nach links, dann gerade hoch zum grossen Abschlussgriff etwa 1,5 Meter links des Schildes.
Schönes Dach.
Stehstart rechts unterhalb des Holzschildes. Mit weitem Zug über das Dach zum grossen Abschlussgriff knapp rechts des Schildes.

Wie 1, 2 und 3. Endet aber am grossen Startgriff von "L`enflure".

Startet am grossen Startgriff von "L`enflure". Traverse nach links und über die "Plat de merde" raus. Das ganze umgekehrt mit SD in der "Plat de merde" ist Frack 7C und das ganze hin und zurück ist Frick+Frack 8A.
Startet am grossen Startgriff von "L`enflure". Traverse nach rechts. Endet im Winkel unterhalb des Holzschildes.

SD in "Plat de merde. Ende am Ausstiegsgriff von "L`enflure".
SD in "Plat de merde". Ende im Winkel unter dem Holzschild.

Das gesamte Programm am Stück. Wer will kann die Runde dann auch zwei- oder drei Mal klettern...!

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Ben Buckland schont seine restlichen Finger in "Moustache du Prophète"
Foto: Royce Ferguson

SD wie 8. Leicht rechts und dann gerade hoch zum Querriss.
Start an grossen Griffen. Über den auffallend weissen Streifen gerade hoch zum Querriss.

Martin Schupp in "Aller G" 6C+ Foto: W. Antz

Stehstart an grossem Leistenschlitz oberhalb des linken Höhlenrandes. Traversiert immer an der Dachkante entlang nach rechts und endet bei grossem markanten Loch.
Das ganze geht auch aller et retour, dann ist das Ganze 7B+.
SD am linken Höhleneingang. Über markanten flossenförmigen Block zu grossem Leistenschlitz. Nun gerade vor zur Dachkante und leicht links über die Rippe hoch.
Wo findet man sonst noch ein so grossgriffiges Dach?
SD wie 2. Vom grossen Leistenschlitz rechts haltend zur Dachkante, dann immer an der Dachkante entlang. Endet bei grossem markanten Loch.
Wie 3. Allerdings mit Ausstieg über 9.
SD etwa 3 Meter rechts von 2. weiter innen in der Höhle. Erst in die Mitte des Daches, dann mit 90° Knick vor zur Dachkante und links über "La barbe grise" aussteigen. Der Start ist oft nass.
Wie 5. An der Dachkante aber über die glatte Wandstelle direkt hoch zum grossen Band.
Start wie 5. Ausstieg über 9.
SD ganz rechts am Höhleneingang an tiefen Schlitzen (knapp links des Steines). Gerade hoch zu guten Löchern, dann mit weitem Zug über Leiste hoch zum grossen Querband. Vorsicht auf den Felsblock im Rücken!
Startet aus dem Stehen an den grossen Löchern. Vorsicht auf den Felsblock im Rücken!

Martin Schupp in "La barbe grise" 6C Foto: W. Antz